Schon wieder Schnee

SchneeSchnelles Laufen und Schnee passen nicht zusammen. Unebener, tiefer und vor allem rutschiger Boden machen nicht nur jeden Schritt schwerer, auch die Verletzungsgefahr ist ungleich höher. Ein guter Laufwinter ist also einer, bei dem – zumindest auf den Laufstrecken – kein Schnee liegt. In diesem Jahr scheinen wir kein Glück zu haben, denn schon wieder ist alles weiß und schlecht zu belaufen.

In solchen Situationen ist es dann immer gut, wenn man jemanden kennt, der jemanden kennt, der wiederum jemanden kennt… Doch diesmal kannte ich sogar direkt jemanden. Jemanden mit einem Laufband! Da dachte ich mir, ich könnte mein Tempotraining trotz der widerlichen Bedingungen ordentlich durchziehen. Immerhin hat auch Viktor Röthlin, mein schweizer Marathonidol, einen Großteil seiner diesjährigen Lake-Biwa-Marathonvorbereitung auf einer solchen Tretmühle absolviert.

Jetzt, nach meinem Ausflug in das „Indoor-Laufen“, muss ich sagen, dass ich ihn noch mehr bewundere als zuvor. Langweilig wurde mir zwar nicht, aber das gemessene Tempo passte um Längen nicht zu meinem Gefühl. Bei 18 km/h bzw. einem 3:20er Schnitt, was draußen zwar zügig, aber gut zu laufen ist, meint man auf dem Laufband im vollen Sprint zu sein. Dazu ein auditives Höllenspektakel, man meint schon Rauch aufsteigen zu sehen und bildet sich einen verbrannten Geruch ein. Keine zwei Minuten stehe ich am Stück durch. Bin völlig außer Atem. Und wegen der Sinnesreize auch psychisch erschöpft! Bei meinem letzten Zehner war ich im Schnitt schneller? Unvorstellbar! Das muss man doch testen können, ob die angezeigte Geschwindigkeit wirklich der Realität entspricht… Mit einem Fahrrad auf das Laufband und dem Tacho glauben? Wer möchte Testpilot sein?

Nach diesem Kurzausflug wird also wieder draußen gelaufen, auch bei suboptimalen Schneebedingungen und nach dem alten Prinzip: Auf Tauwetter warten!

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