Doch keine Bestzeitgarantie in Koblenz

Mit blutigem Bein, einigen Schrammen und völlig ausgepumpt lag ich gestern Abend gegen 22:30 Uhr im Ziel. Ein hartes, unrhythmisches und dennoch recht schnelles Rennen hatte ich bis eben bestritten. Mit meiner Leistung von 15:37,94 min war ich zufrieden. Ärgerlich war nur, dass ich während des Rennes so viel Energie mit Positionswechseln und Gerempel vergeuden musste. Bahnrennen eben.

Zusammen mit Svenja und Tinka war ich schon am späten Nachmittag aus Frankfurt losgefahren. Wir hatten jedoch kein Glück: 20 km Stau auf der A3. Also so bald wie möglich ab und über die Landstraßen, die natürlich auch sehr voll waren. Eine entspannte Anreise sieht sicherlich anders aus; für Tinka reichte es noch so grade eben, dass sie sich warmmachen konnte. Im Rennen dann lief sie mutig, leider reichte es aber auch bei ihr nicht zur Bestzeit. Am Ende standen 17:14 min zu buche. Sieben Sekunden waren wir in Pfungstadt vor einer Woche schneller gewesen.

Dann durfte ich mich endlich einlaufen. Vorbei die Nervosität, ab jetzt ist alles Routine. Die Beine fühlten sich gut an. Etwas Lauf-ABC, dann rüber zum Start, Spikes an, schon wurden wir aufgerufen. Ein großes Feld, wieder über 25 Läufer in dem Lauf. Dann der Startschuss, zügig loslaufen, einordnen. Von Anfang an wird viel gerempelt, immer wieder wird überholt, muss ich selber überholen. Sehr viel Unruhe in der Gruppe. Irgendwann müssen mich Spikes am Schienbein erwischt haben, erst im Ziel merke ich das Brennen und die zwei blutigen Schrammen.
Obwohl die Zwischenzeiten recht konstant sind (3:06.5-3:08.5 min) kommt mir das Rennen sehr unrhythmisch vor. Eigentlich nie hatte ich jemanden, an dem ich mich orientieren konnte, bei dem ich mich reinhängen konnte. Alleine unter vielen also. Mehrmals komme ich ins Straucheln, gegen Ende des Rennens stürze ich fast, als ich Eingangs der Gegengeraden am Fuß erwischt werde. „Gehfehler“ sagten wir früher dazu. Die ersten drei Runden lief ich sehr entspannt, bis ca. 3500 m war noch alles in Ordnung. Erst danach begann der Kampf. Die letzten drei Runden gab ich alles, hatte die neue Bestzeit noch im Visier. Lediglich 1,3 Sekunden fehlten am Ende.

Obwohl ich mir im Vorfeld etwas mehr ausgerechnet hatte, war es endlich mal wieder ein ordentliches Rennen, das zeigt, dass die Form da ist. In den nächsten Wochen werde ich die zwölfeinhalb Runden noch zwei Mal laufen, eine Steigerung ist dabei sicherlich nicht ausgeschlossen. Das Selbstvertrauen ist spätestens jetzt wieder da!

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