Der Wasserkübel – wahr oder falsch?

Als Läufer mag ich zwei Dinge nicht. Kann sie nicht ausstehen.
Zum einen ist das die Stadt – oder besser gesagt die Großstadt – mit den ganzen stinkenden Autos, den Ampeln, an denen man anhalten muss, kurz gesagt, die ganzen Hindernisse in Kombination mit der schlechten Luft.
Zum anderen mag ich Hitze nicht. Aus Läufersicht könnte der Sommer meinetwegen ausfallen. Außerdem macht Hitze langsam. Und in der heutigen Zeit kommen dann noch die ständigen Temperaturgradienten hinzu, weil alle Welt ja die Klimaanlagen anmachen muss. Mit der trockenen Luft. Ich denke, dass ich mir deshalb letzte Woche meine Erkältung eingefangen habe, die mir einige Tage Laufpause einbrachte.

Stuttgart

Aber zurück zur Stadt und zur Hitze. Beides kam nämlich in dieser Woche zusammen. Und ausnahmsweise war ich froh um die Hitze, sonst wäre ich jetzt wahrscheinlich wieder erkältet. Bei Nässe geht das ganz schnell.
Auf dem Rückweg von einem Dauerlauf wurde ich nämlich durchnässt. Auf einen Schlag. Von oben. Mit Seife inklusive!
Von Weitem sah ich noch, dass die Straße nass war, dachte mir aber nichts dabei. Grund dafür war allerdings, dass eine Anwohnerin gerade am Putzen, oder besser gesagt gerade am Entleeren der Wassereimer war. Beim ersten Mal hatte sie noch besser nach Passanten Ausschau gehalten, beim zweiten Mal wohl nicht mehr so genau. Natürlich war ich schneller als der normale Fußgänger unterwegs und das Timing passte genau. So traf mich ein Wasserschwall aus dem ersten Stock. Es war eher ein Schock als die ersehnte Abkühlung. Wie im kalten Wasser blieb mir kurz die Luft weg. Allzu oft ließ ich sie sich nicht entschuldigen, es tat ihr sehr Leid. Ich wollte aber nur schnell unter die Dusche, es waren zum Glück nur noch zwei Minuten bis zur Wohnung. Und schlussendlich hatte es auch etwas Gutes, nicht nur, dass ich wieder eine amüsante Geschichte für den Blog habe, wurde ich noch, zusammen mit Svenja, für die kommende Woche zum Kuchenessen eingeladen! Frisch gebacken! Da freue ich mich.

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