Ein letztes Mal Goldbach

IMG_86967:05 Uhr am Sonntagmorgen. Der Wecker klingelt. Zum achten und letzten Mal rufen die Goldbacher Berge. Zum letzten Mal in dieser Serie, denn nächste Woche wollen wir als Mannschaft in Mörfelden die Staffel laufen. Da geht es nur zur Siegerehrung nach Goldbach.

Es ist kalt heute, beim Ankleiden komme ich mir vor wie ein Geheimagent, der seine Spezialkleidung anlegt: Unterwäsche, Spiridon-Shirt und lange Tight. Armlinge, Uhr. Goldbach-Langarmshirt, Trainingshose, Trainingsjacke, Halstuch, Mütze und Handschuhe. Die eine kalte Nacht hat aber nicht zum Einfrieren des ganzen Schlammes gereicht: wieder sehr „crossige“ Bedingungen. Dennoch scheint sehr viel los zu sein, an der Edelweißkapelle. Da scheint noch bei einigen der fünfte Lauf zu fehlen. Auch viele Spiridonis sind heute am Start, allerdings nur mit roten Nummern. Auch Thorsten ist mal wieder mit dabei, da sind wir vorne mindestens zu dritt.

Mit dem Startschuss ist klar: wir sind sogar zu viert. Ein Mann im roten Trikot macht von Beginn an ordentlich Druck. Ich hänge mich natürlich dran. Und Bernhard und Thorsten sicher auch. Bei der 2-km-Marke sind wir 10 Sekunden schneller als sonst immer. Kein Wunder, es handelt sich um keinen geringeren als Jörn Harland (Halbmarathon: 1:07:52 h), was ich aber erst im Ziel registriere. Nach 3,5 km schickt mich Jörn nach vorne, weil ich die Strecke ja besser kenne. Mache ich doch gerne. Bei der 5-km-Marke (17:59 min) haben wir dann aber eine kleine Lücke auf ihn herausgelaufen. Und bei dem Anstieg zur zweiten Schleife macht dann Bernhard Druck, sodass auch Thorsten etwas abreißen lässt. Ich kann dranbleiben, hatte mich auch auf knackige Anstiege eingestellt. Ich laufe ja auch gerne mit Bernhard. Bis zum Bergabstück laufen wir gemeinsam, abwechselnd in der Führung. Bei km 8 kommt dann Jörn angeflogen, obwohl wir nicht getrödelt haben (3:04 min). Ich versuche mitzulaufen und werde damit Bernhard los. In den Schlussanstieg laufe ich aber mit Rückstand, und kann nicht mehr aufholen.

Schließlich gewinnt Jörn vor mir (35:45 min) und Thorsten, der Bernhard noch überholt hat. Der wird vierter, vor den nächsten beiden Spiridonis Christoph und Hermann, womit er sich die Long Distance Trophy deutlich gesichert hat – ich war gleich der erste Gratulant, und das mit Freude, denn ich gönne ihm den Erfolg. Er war besonders bei den ersten Serienterminen einfach konstanter als ich.

Gerade auch weil sich die Beine heute nicht sonderlich frisch angefühlt haben, bin ich mit dem letzten Lauf sehr zufrieden. Die schnellste Zeit in diesem Jahr mit relativ verhaltenen Pulswerten. Die Form kommt!
Und ich war nicht der einzige, der im Ziel glücklich war. Thorsten sah noch sehr gut im Ziel aus und Martin berichtete mir sogleich von einer neuen persönlichen Streckenbestzeit. Außerdem natürlich Svenja, die nicht nur deutlich unter der 50-Minuten-Marke blieb, sondern auch sehr erfolgreich ihren zweiten Platz in der Long Distance Trophy verteidigte.

  1. Hallo Markus
    Vielen Dank fūr deine netten Zeilen. Du bist ein unwahrscheinlich angenehmer und fairer „Konkurrent“.Es macht immer Spaß gegen Dich zu laufen und sportlich dies auszufechten…. Da fällt es mir auch nicht schwer……oft……. Dann den Kürzeren zu ziehen….. Man merkt auch den guten SPIRIT in Eurer Truppe…….. Hoffe dass wir die nächsten Jahre dies noch so beibehalten können. Drücke auch für die kommende Woche die Daumen !!!!!!
    Bernhard

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