Ein DNF am Muttertag

IMG_8044aWer ein Rennen am Muttertag plant, ist selber Schuld: da muss vorher auf die Sahnetorte verzichtet werden, die man noch spät am Vorabend gebacken hat. Auf lange Sicht lohnt sich diese Disziplin, für heute hat es nicht gereicht. Wirklich wissen, woran es derzeit liegt, tue ich nicht. Denn die Grundkondition müsste nach dem Frühjahr eigentlich passen. Sind es wirklich die bisher spärlichen schnellen Bahneinheiten, dass das Tempo noch nicht so richtig passt? Vielleicht auch die derzeit erhöhte berufliche Einspannung, vielleicht auch einfach nur der Kopf, sodass ich mich nicht so sehr quälen kann wie sonst.

Fakt ist, dass es in Seligenstadt nicht lange gut ging. Schon der zweite Kilometer war deutlich zu langsam, der dritte wurde nicht schneller. Dann setzte das Denken ein, und damit war das Rennen eigentlich schon gelaufen. Denn meine Ferse schmerzt immer wieder, mal mehr, mal weniger, und eben insbesondere nach Läufen in Spikes. Deshalb kam der Gedanke auf, dass wenn das Rennen sowieso nicht allzu schnell würde, sich die Schmerzen in der Ferse eventuell verhindern ließen, wenn nicht bis zum Schluss gelaufen würde. Nach 3300 m stand ich dann auf der Außenbahn. Ohne Zeit in der Ergebnisliste.

Und jetzt? Nun, zunächst wird sich der Aufwand, nach Koblenz zu fahren, wohl nicht lohnen. Aufgrund der Verbundenheit zu Neu-Isenburg behalte ich die HM 10000 m Anfang Juni weiterhin im Auge. Das wirklich große Jahreshighlight folgt dann eine Woche später, aber das hat mit Laufen eher wenig zu tun. Mal sehen, was dann aus der Saison noch wird.

  1. … zum ersten absatz, letzte zeile: „quälen“
    eigene wertschätzung sollte auch ohne quälen möglich sein, unbedingt besser sein wollen (als andere) kann ich auch nicht nachvollziehen … die, die sich bei etwas quälen müssen werden mit der zeit hässlich … dann hilft auch kein laufen mehr!
    ich wünsche dir einen entspannten sommer – viel glück …
    glg doris

    1. Hallo Doris,

      in Seligenstadt ging es nicht unbedingt darum, besser als andere zu sein. Ich wollte wissen, wo ich stehe. Die Erkenntnis: es fehlt vielleicht etwas an der spezifischen Ausdauer, es fehlt etwas die Ausgeruhtheit, vor allem aber fehlt der Spaß und der Wille, richtig schnell zu laufen. Wobei ich das richtig schnell auf meine eigene Leistungsfähigkeit beziehe.

      Wenn es an die persönlichen Grenzen geht, gehört immer auch etwas Quälerei dazu. Im Training wie im Wettkampf. Nur fällt es deutlich leichter, wenn der Wille und der Spaß dabei sind. Deshalb auch zunächst der Rückzug von weiteren Bahnrennen. Erst muss die Lust auf Rennen wiederkommen.

      Viele Grüße
      Markus

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