Mit guter Hoffnung

So, jetzt ist sie geschafft, die Vorbereitung. Plötzlich ist nicht mehr viel zu tun. Kein ständiges Training, keine harten Einheiten mehr. Aber es war ja auch nicht so, dass ich mich ständig hätte überwinden müssen. Natürlich hätte ich mich ab und an lieber auf die Couch gelegt, statt schon wieder hinaus zu gehen, aber einmal unterwegs, hatte ich meist meinen Spaß. Überhaupt gab es keine einzige schlechte Einheit zu bemängeln und keine Krankheit, die mich zurückgeworfen hätte. Und in den letzten Wochen rollt es wie von allein. Eine ideale Vorbereitung, zu denen ihr hier das Protokoll findet.

Dass es wie am Schnürchen lief, hatte ich bereits im Bericht zum Mainuferlauf erwähnt. Und einmal mehr erfahren müssen, dass es trotz sehr guter Form keine Garantie für Bestzeiten gibt. Klar, der Halbmarathon war ordentlich, und natürlich auch aus dem Training heraus, aber ich hätte mir mehr zugetraut. Nur um dann zu schnell loszulaufen.

Daraus heißt es jetzt zu lernen. Ruhig bleiben, insbesondere auf den ersten Kilometern, auf denen es hoffentlich genauso leicht geht wie zuletzt im Training. Dafür ruhe ich mich jetzt aus. Mit nur noch wenig Training, gutem Essen und viel Schlaf.

 

Das weitere Programm

Am Wochenende werde ich am Samstag nochmal über acht Kilometer das erhoffte Marathonrenntempo einimpfen, am Sonntag einen kürzeren langen Lauf von etwa 26 km absolvieren. Am Dienstag stehen im letzten Tempotraining nur noch 3×2 km im Marathontempo auf dem Programm. Nach einem Ruhetag am Mittwoch gibt es dann nur noch kurze Joggingrunden über etwa 7 km mit anschließenden Steigerungsläufen für die Muskelspannung.

Auf die Saltin-Diät werde ich in diesem Jahr verzichten, weil verschiedene Studien zu dem Ergebnis gekommen sind, dass das Carboloading allein den gleichen Effekt erzielt. Auf genügend Kohlenhydrate in den letzten drei Tagen vor dem Rennen werde ich dafür umso akribischer achten.

In der nächsten Woche habe ich mir Donnerstag und Freitag freigenommen. Kein frühes Aufstehen und keine nervige Autofahrt mehr, nur die volle Konzentration auf das Rennen. Am Freitag will ich wieder die Pressekonferenz besuchen – über die deutschen Meisterschaften berichte ich wieder für LaufReport – und schon meine Startnummer holen.

Und dann hoffe ich auf gute Bedingungen und die beste Tagesform am 29.10. – ich bin bereit!

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