Ubiquinol Q10 im Ausdauersport

Ubiquinol: Power-Stoff für Sportler

Q10 hatte ich ab und an schon einmal gehört, zum Beispiel im Zusammenhang mit Gesichtscremes. Ubiquinol hingegen noch nie, dabei ist es die körpereigene aktive Form des Coenzym Q10.

Ubiquinol ist ein natürlicher vitaminähnlicher Mikronährstoff, auch bekannt als die aktive Form von Coenzym Q10. Während der Körper Coenzym Q10 erst in Ubiquinol umwandeln muss, ist natürliches Ubiquinol direkt bioverfügbar und kann sofort von den Zellen aufgenommen werden. Damit ist es schneller wirksam.

Gerade Ausdauersportler haben einen gesteigerten Bedarf an Ubiquinol. Denn bei intensivem Training steigt der Energiestoffwechsel und der Körper benötigt große Sauerstoffmengen. Als Schlüsselkomponente ist Ubiquinol sogar an 95 Prozent der Energiegewinnungsprozesse im Körper beteiligt und somit unverzichtbar für uns.

 

Oxidativer Stress und freie Radikale – was versteht man darunter eigentlich?

Nur mit Hilfe einer guten Sauerstoffversorgung ist unser Körper in der Lage, dass Billionen Zellen richtig funktionieren. Ähnlich wie in einem Kraftwerk benötigt unser Körper eine ganze Reihe von Schutzmaßnahmen, damit bestimmte Prozesse kontrolliert ablaufen können. Denn bei der Energiegewinnung entstehen als Nebenprodukte schädliche Sauerstoffverbindungen, sogenannte freie Radikale, die mithilfe von Antioxidanzien neutralisiert werden müssen.

Die Bildung freier Radikale ist grundsätzlich ein normaler biologischer Prozess. Ist der Körper jedoch nicht mehr in der Lage, diese zu neutralisieren, kommt es zu oxidativem Stress. Ein Dilemma: Die Schutzkapazität des Körpers ist begrenzt und nimmt durch den natürlichen Alterungsprozess ab. Auch intensives Training führt zu einer erhöhten Bildung freier Radikale, ebenso wie gewisse Lebensstilfaktoren (Rauchen, Alkohol, etc.) und Umwelteinflüsse. Regelmäßiger Sport schützt zwar einerseits vor zu vielen freien Radikalen und kann vorzeitigem Altern sowie der Entstehung bestimmter Krankheiten vorbeugen. Ist die oxidative Belastung im Körper jedoch zu hoch, droht oxidativer Stress: Deshalb müssen Gelegenheits- und Leistungssportler besonders aufpassen. Außerdem wird oxidativer Stress heutzutage als wesentlicher Faktor von Alterungs- und Erkrankungsprozesse angesehen (Zapf, 2018).

 

Ubiquinol kann helfen

Bei gut trainierten Sportlern ist mehr oxidativer Stress nachweisbar, der auch mit einer stärkeren Beeinträchtigung des Immunsystems einhergeht (Orlando et al., 2018, Diáz-Castro et al., 2012). Allerdings kann eine erhöhte Zufuhr antioxidativer Substanzen – durch die tägliche Ernährung oder natürlichen Nahrungsergänzungsprodukten – oxidativem Stress entgegenwirken. Das Zellvitamin und Antioxidans Ubiquinol ist beispielsweise in verschiedenen Lebensmitteln enthalten. Für eine ausreichende Versorgung müssten wir jedoch unglaublich große Mengen davon essen: 1,5 kg Erdnüsse oder 60 Avocados pro Tag. Daher bietet sich eine Nahrungsergänzung mit Ubiquinol an.

Sind die Ubiquinol-Speicher in unseren Zellen gefüllt, erhöht sich die maximale Sauerstoffaufnahme des Körpers, was wiederum die Trainingsleistung signifikant steigern kann – auch dies wurde in wissenschaftlichen Studien gezeigt (Alf et al., 2013, Maruoka et al., 2014). Der Nährstoffexperte Uwe Gröber bestätigt: „Sportler, die einen hohen Energieumsatz haben, können von Ubiquinol profitieren. Die Muskulatur schützen, den oxidativen Stress senken und das Immunsystem stärken – das sind die drei Komponenten, die Ubiquinol für Sportler so interessant machen. Ein Mangel kann Störungen im Energiestoffwechsel verursachen, die sich beispielsweise in Form von Abgeschlagenheit, Muskelbeschwerden und Störungen des Immunsystems äußern. Eine Nahrungsergänzung mit Ubiquinol – 50 bis 100 mg täglich – ist daher sehr sinnvoll bei einer hohen Belastung. Topathleten dosieren sogar durchaus höher mit bis zu 5-6 mg Ubiquinol pro Kilogramm Körpergewicht.“ Immer mehr national bekannte Sportteams wie die Profi-Fußballmannschaft Athletic Bilbao und Individualsportler wie die australische Langstreckenläuferin Eloise Wellings integrieren Ubiquinol in ihren Ernährungsplan. Auch der polnische Erfolgs-Bergläufer Andrzej Dlugosz nimmt Ubiquinol seit einigen Jahren regelmäßig ein – mit vielversprechenden Ergebnissen: Seine Leistungsfähigkeit und sein allgemeines Wohlbefinden verbesserten sich deutlich.

 

Wieso ist Ubiquinol für Ausdauersportler so wichtig?

Moderates Training kann die Abwehrkraft des Körpers stärken. Wer mehr oder vor allem intensiv trainiert und dem Körper nicht ausreichend Regenerationszeit gönnt, schwächt sein Immunsystem und wird anfälliger. Das kann vor allem bei Laufwettkämpfen beobachtet werden. Grund ist der sogenannte „Open-Window-Effekt“: Wer besonders viel oder intensiv Sport treibt, öffnet Bakterien und Viren Tür und Tor. Nach einer Sporteinheit ist unsere Abwehrkraft bis zu 72 Stunden lang geschwächt. Basis für Sportler sollte deswegen eine gute ausgewogene Ernährung sein, die durch Nahrungsergänzung gezielt unterstützt wird, um Leistungsfähigkeit und Regeneration zu verbessern. Wenn Sportler täglich Ubiquinol einnehmen, gehen trainingsbedingte Mikroverletzungen des Muskelgewebes deutlich zurück, man hat seltener mit Muskelbeschwerden zu kämpfen und die Regeneration wird unterstützt.

Ein weiterer Punkt, auch wenn er allgemein gerne tabuisiert wird: Manche Sportler greifen zu diversen Substanzen, die negativen Einfluss auf den Körper haben können und oftmals weitreichende, ungeahnte Folgen nach sich ziehen. Eine Ubiquinol-Einnahme wird jedoch allen Sportlern empfohlen, denn es gilt laut Kölner Liste® nicht als Doping. Da es auch ansonsten keinerlei Nebenwirkungen hat, kann man es ohne Bedenken einnehmen.

Das scheint zumindest Martin Fluch bei seinem Charity-Lauf zu tun, bei dem er auf Cross-Skates 4.500 km in 90 Tagen zurücklegt. Auf seinem Weg von Georgien nach Deutschland wird er dabei von Ubiquinol Deutschland gesponsert. Verfolgen kann man ihn dabei auf Facebook.

 

Quellen:

Alf, D. et al.: Ubiquinol supplementation enhances peak power production in trained athletes: a double-blind, placebo controlled study. J Int Soc Sports Nutr. 29; 10(1), 2013, 24

Diáz-Castro J et al.: Coenzyme Q(10) supplementation ameliorates inflammatory signaling and oxidative stress associated with strenuous exercise. Eur J Nutr 2012; 51(7): 791-9

Maruoka, H. et al.: Long-term effect of ubiquinol on exercise capacity and the oxidative stress regulation system in SAMP1 mice. Journal of physical therapy science 26.3, 2014, 347-371

Orlando P et al.: Effect of ubiquinol supplementation on biochemical and oxidative stress indexes after intense exercise in young athletes. Redox Report. 2018; 23:1, 136-145

Zapf, Jürgen Dr. med.: https://www.loges.de/de/service/magazin/oxidative-belastung-im-ausdauersport/ [Abgerufen am 16.07.2018]