Quarks macht ziemlich gute Wissenschaftskommunikation. Insbesondere auf Instagram schätze ich die Posts sehr. Einer der Letzten beschäftigte sich mit dem Lesen. Unter dem Motto „Lies dich fit“ wurde belegt, dass Lesen unser Mitgefühl steigert, die mentale Gesundheit verbessert, das Sterberisiko im Alter senkt und Demenz im Alter verzögern kann. Außerdem habe gute Leser*innen bessere Chancen auf einen Job und höhere Stundenlöhne.
Es ist nicht egal, was du liest
Dabei ist es aber nicht egal, was wir lesen. Unsere Gesundheit profitiert insbesondere vom Bücherlesen. Und unser Mitgefühl stärken wir eher durch Geschichten denn durch Sachbücher.
Darauf aufbauend sind hier sieben Gründe, warum wir jeden Tag lesen sollten:
1. Wir nehmen uns Zeit für uns selbst.
In unserer hektischen Welt ist dies aus meiner Sicht ein sehr wichtiger Punkt – und genauso ein großer Vorteil beim Laufen. Doch während wir beim Laufen die Gedanken schweifen lassen können, sind Bücher großartige Therapeuten. Sie spenden Trost, regen zum Perspektivwechsel an, werfen Fragen auf und entfachen Hoffnung. Ein Buch zu lesen ist ein Ausflug zur Oase der Nichtverfügbarkeit.
2. Wir drücken uns besser aus: sowohl verbal als auch schriftlich.
Durch das Lesen erweitern wir unseren Wortschatz. Das hilft unserer Ausdrucksweise. Genauso entwickeln wir einen Sinn für die Rhythmik und Melodie unserer Sprache, entdecken Reime und Teekesselchen und lernen Besonderheiten kennen. Im Schriftlichen verbessert das Lesen zusätzlich noch unsere Rechtschreibung.
3. Wir erweitern unser Weltbild.
Durch Bücher können wir blitzschnell durch die ganze Welt reisen – sogar noch über die physischen Grenzen hinaus. Dadurch lernen wir andere Kulturen und Zeiten kennen, verstehen Zusammenhänge in der Gesellschaft und entdecken die Vor- und Nachteile anderer Sichtweisen. Dadurch erweitern wir unser Weltbild und bauen Vorurteile ab.
4. Wir können andere Sichtweisen besser nachzuvollziehen.
Diese Sichtweisen der anderen sind in der zwischenmenschlichen Kommunikation besonders wichtig. Manche Aussagen kann man nur verstehen, wenn man sich in sein Gegenüber hineinversetzt. Das Lesen erleichtert es, sich in andere hineinversetzen zu können, weil man mit den Charakteren in den Geschichten mitfiebert und sich fragt, warum er oder sie so handelt, wie es erzählt wird. Dadurch können wir auch die Sichtweisen realer Personen besser nachvollziehen.
5. Wir haben bessere Ideen.
Je mehr man kennenlernt, desto mehr Grundlage hat man, auf der Ideen entstehen können. In gewisser Weise vermitteln Bücher also Weisheit und Erfahrungen. Diese können wir im Alltag nutzen. Für bessere Ansätze, um Probleme zu lösen. Für einen anderen Blickwinkel. Für Argumente für die Zusammenarbeit. Und insgesamt für bessere Ideen.
6. Wir decken blinde Flecken auf.
„Der, der weiß, dass er nichts weiß, weiß mehr als der, der nicht weiß, dass er nichts weiß“ ist ein Spruch, der sich mir seit der Schulzeit eingebrannt hat. Beim Bücherlesen entdecken wir viel von dem, was wir nicht wissen. Durch das Aufdecken blinder Flecken ist ein erster Schritt getan. Im besten Fall facht es unseren Wissensdurst an. Und mit Interesse lernt man am besten.
7. Lesen macht Spaß.
Der wichtigste Punkt zum Schluss: Lesen macht Spaß. Ob spannend, lustig, traurig, herzzerreißend, sportlich, poetisch, gruselig oder absurd – es geht doch nichts über eine gute Erzählung!