Wie im Urlaub

Ich habe festgestellt, warum ich eigentlich laufe und mich im Training des Öfteren quäle. Und es sind nicht die Bestzeiten oder möglichen Medaillen in der Zukunft, sondern Momente wie ich sie in der vergangenen Woche gleich zwei erleben durfte. Laufmomente natürlich.
Nürnberg

Im Zuge meiner Masterthesis wurde ich nach Nürnberg geschickt. Durch verschiedene Arbeitsplätze, die zu analysieren sind, werde ich wohl noch einiges der Bundesrepublik zu sehen bekommen. Das schöne Franken machte also den Anfang. Und schön soll an dieser Stelle nicht als Redewendung, sondern als mein voller Ernst verstanden werden! Gleich am Montagabend besuchte ich meinen Vereinskollegen und Trainingspartner Martin in Schwabach, was mit der Bahn gut von Nürnberg aus zu erreichen ist, um einen Trulla-Lauf, wie er ihn bezeichnete, zu absolvieren. Trulla-Lauf deshalb, weil keine besondere Aufgabenstellung vorgegeben war – viel Zeit also, die Umgebung zu genießen. Und ich genoß in vollen Zügen, erst Schwabach, dann das traumhafte Drum-herum. Nicht nur ein Dauerlauf, sondern ein richtiges Erlebnis. Ein wunderschönes Training. Und das war nur möglich, weil es die Form erlaubt, solche Läufe zu genießen.
Gleich am Mittwoch war ich fast in gleichem Maße beeindruckt. Diesmal lief ich am Main-Donau-Kanal entlang, bevor ich nach ca. 6 km einem Fluß folgte. Vielleicht war es die Pregnitz. Am Kanal fühlte ich mich wie auf einem Damm am Meer inklusive Wind, der mich aber nicht störte, im „Landesinnern“ war es ähnlich schön wie in Schwabach, mit Waldpassagen, die sich mit tollen Aussichten über Felder abwechselten. Diesmal wurden es 80 schöne Minuten, nicht nur 70 wie am Montag. Und nicht jeder kann 80-min-Läufe genießen…

  1. Ja, laufend die Gegend zu entdecken ist schon fein. Und wie weit Du kommst, im Vergleich wenn Du die Strecke erwandern würdest …

    By the way: Schönes Bild!

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