02/24 Kurioses

kuriosWer gewinnt den Jerusalem-Marathon?
Gleich bei der ersten Auflage sorgt der Jerusalem-Marathon für eine skurrile Anekdote. Denn unklar war, wer das Rennen eigentlich gewonnen hatte. Zunächst war zwar der Kenianer Robert Cheriot als erster über die Ziellinie gerannt, drei andere Läufer behaupteten aber, schneller als dieser gewesen zu sein. Es stellte sich heraus, dass die drei anderen wirklich in Führung gelegen hatten, aber die falsche Abzweigung nahmen und im Halbmarathonziel landeten. Schließlich wurde doch einer der Falschläufer vom Veranstalter zum Sieger erklärt.

Wie schnell laufen eigentlich Spielehelden?
Ein russischer Gaming-Fan forscht nach! Dazu rechnete er die Distanzen im Spiel in echte Maßeinheiten um und verglich diese mit der Laufgeschwindigkeit. Der Schnellste: Gorden Freeman aus Half-Life, der unglaubliche 36 Kilometer pro Stunde rennt. Schon deutlich langsamer: Scout aus Team Fortress mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 21,6 km/h, was aber immer noch einen Marathon von unter 2h ergibt!

Kipchoge ist kein Einzelfall
Eliud Kipchoge erinnerte bei seinem diesjährigen Berlin-Sieg mit seinen „Flügelschuhen“ an den griechischen Halbgott Perseus, welche diesen aus etlichen misslichen Situationen retteten. Ein ähnliches Drama mit Happy End gab es beim internationalen Bieler Cross im Jahr 1998: Die Äthiopierin Gete Tamarat verlor im Startgetümmel direkt nach dem Schuss einen Schuh. Offenbar beirrte dies die Läuferin nicht weiter, legte sie doch die zehn leicht hügeligen Kilometer mit nur einem Treter zurück – trotz Schnee! – und dominierte die besohlte Konkurrenz deutlich. Schließlich feierte sie bei eisigen Temperaturen einen fulminanten Solosieg.

Hühner müssen beim Laufen mit dem Kopf wackeln.
Hühner und andere Vogelspezies nehmen ihre Umwelt nur mit Hilfe mehr oder minder rhythmischer Kopfbewegungen scharf abgebildet wahr. Grund dafür sind Position und Größe der Augen der Tiere, die zwar eine 340-Grad-Rundumsicht ermöglichen, es aber unmöglich machen, die Pupillen rasch hin und her zu bewegen. Damit die Vögel beim Laufen permanent ein scharfes und stabiles Bild ihrer Umgebung wahrnehmen können, müssen sie folglich den gesamten Augapfel und somit den ganzen Kopf entsprechend bewegen.

Lieber Laufen als Gehen
Das leichtathletische Gehen hat etwas Unnatürliches an sich – und Forscher wissen warum! Denn eigentlich jeder, der mehr als zwei Meter pro Sekunde schnell sein möchte, läuft lieber, als schnell zu gehen. Das entspricht 8’20/km oder auch 7,2 km/h.
Hochgeschwindigkeitsbilder zeigten, dass sich die Muskeln und Sehnen der Beineimmer schneller zusammenziehen und wieder entspannen, um zu beschleunigen. Das funktioniert ab einem bestimmten Punkt nur noch durch übermäßig schnelle Muskelbewegung oder viel Kraft. So ähnelt dem schnellen Gehen wohl in etwa „eine Autobahnfahrt im zweiten Gang“. Sobald die Studienteilnehmer vom Gehen in Laufen fielen – also einen Gang höher schalteten – beobachteten die Wissenschaftler, dass die Muskelbewegung langsamer wurde, dafür aber die Kraftentwicklung anstieg. Kurzum: Olympisches Gehen ist als Fortbewegungsart ineffizient.

2 Kommentare

  1. Da hast du ja wirklich Kurioses zusammengestellt, sehr schön! Und Geher waren mir schon immer suspekt: Wie kann man nur solch beachtliche Geschwindigkeiten gehend erreichen? Eine erstaunliche Leistung, die aber meiner Meinung nach alles andere als gesund ist…

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