Die 4. Etappe der OLV Eiskugelchallenge 2026 in Traisa

Eiskugelchallenge in Traisa

Wenn man in Darmstadt am Böllenfalltor links abbiegt und dann über einen Hügel fährt, kommt man nach Traisa, einen kleinen Ort im Odenwald. Schön ist es dort, wie wir durch die vierte Etappe der diesjährigen OLV Eiskugelchallenge entdecken durften. Und auch mit dem Wetter hatten wir Glück, am Nachmittag wurde es in der Sonne sogar fast zu warm.

Die vierte Etappe der diesjährigen Eiskugelchallenge

Nachdem wir die dritte Etappe am Samstag aufgrund der Heusenstammer Kidical Mass und dem 25-jährigen Jubiläum des Frankfurter Laufshops verpasst hatten, freuten wir uns auf den Doppelsprint in Traisa. Wie so oft würde es zwei Läufe mit ca. 3 Kilometern geben, wobei es diesmal beim zweiten Lauf am Freibad vorbei in Richtung Roßdorf über die Wiesen und Hügel ging. Dort sah ich unterwegs sogar einen Fuchs. Der Abschluss der diesjährigen Eiskugelchallenge des OLV Steinberg wartete also nicht nur mit leckeren Eiskugeln in der Waffel, sondern mit noch weiteren schönen Überraschungen auf.

Laut Wikipedia erfolgte die älteste bekannte schriftliche Erwähnung von Traisa im Jahr 1315 unter dem Namen Dreysen. Ganz so alte Häuser fallen uns bei unserer Ankunft nicht auf, vielmehr sind einige schön saniert, mitunter auch sehr modern neu gebaut worden. Am auffälligsten ist eine Villa ganz in der Nähe des ersten Starts.

Der Platz des Wettkampfzentrums war für uns mit dem Spielplatz am Promenadenweg sehr gut gewählt, weil sich dort neben dem Kinder-OL auch am Flüsschen sehr gut beschäftigt werden konnte.

Der erste Lauf in Traisa

Los ging es mit einem klassischen Sprint in Traisa. Nachdem ich gleich den ersten Posten zunächst an der falschen Mauerseite gesucht hatte, kam ich gut ins Rennen. Auch im Nachhinein entdecke ich keine Routenwahl, die ich besser hätte laufen können. Bereits beim ersten Lauf merkte ich allerdings, dass meine Laufform noch deutlich ausbaufähig ist. Zwar bin ich seit der Saisonpause wieder gut ins Training gekommen, es fehlen allerdings noch ein paar Kilometer, bis ich wieder von Fitness sprechen würde.

Nichtsdestotrotz waren die ersten Posten schnell geloggt, bevor es über eine riesige Wiese im Westen in den nördlichen Teil des Städtchens ging. Und gerade, als ich schon dachte, dass ich die Posten anspruchsvoller erwartet hätte, weil Cedric in die Organisation eingebunden war, wurde es für mich nochmal knifflig: Ab Posten elf ging es um ein Restaurant herum, das zusätzlich noch mit zwei Sperrgebieten versehen war. Hier musste ich die Karte sehr genau zu Rate ziehen, um in die richtige Richtung zu rennen, machte aber erstaunlicherweise keine Fehler. Nach knappen 17 Minuten war der erste Lauf bereits geschafft.

Der zweite Lauf am Birkenberg

Nachdem ich in der Pause zwischen meinen Läufen kaum bei Jespers Kinder-OL hinterherkam und mit Elva in der Trage Svenja bei ihrem Lauf durch Traisa mehr oder weniger begleitete, war es auch schon an der Zeit, die Schuhe zu wechseln. Für den zweiten Lauf wurde im Vorfeld nämlich nicht nur zu einer langen Hose, sondern auch zu profiliertem Schuhwerk geraten. Ich wechselte deshalb in die Trailschuhe.

Der Weg zu Start war dann recht weit, sodass Michael, Julian und ich die anvisierte Startzeit verpassten. Entsprechend hektisch war meine Startvorbereitung, bei der ich nur einen kurzen Blick auf die Postenbeschreibung werfen konnte.

Zwar dachte ich, wieder gut loszukommen, war auf dem Weg zu Posten eins aber bereits so sehr in die Route von Posten drei zu Posten vier vertieft, dass ich zu früh abbog und an einer Pferdekoppel viel Zeit verlor. Das ist eigentlich das kleine 1×1 des OL, dass man sich vor allem auf das Hier und Jetzt konzentriert. Aber es passte zum weiteren Lauf.

Nach diesem Umweg waren immerhin die ersten drei Posten schnell gefunden, bevor es von dort zum ersten Mal auf den Birkenberg ging: Am Schwimmbad vorbei auf eine bewaldete Kuppe, die vom Wettkampfzentrum aus gesehen einen mächtigen Eindruck machte.

Wie bereits erwähnt war die Laufform noch nicht da, sodass ich den Anstieg querfeldein steil bergauf wenig spritzig im Wanderschritt nahm. Dennoch war ich selbst von mir überrascht, dass ich die beiden Posten im dortigen Dickicht auf Anhieb fand. Den steilen Hang ging es anschließend direkt wieder hinunter, um auf dem bereits bekannten Feldweg noch weiter nordöstlich in Richtung Roßdorf zu laufen. Auch dort waren die Posten 6-9 erstaunlich schnell gefunden, bevor es diesmal von oben zurück auf den Birkenberg ging. Hier sah ich auch den Fuchs, der wenig davon hielt, von uns Orientierungsläufern Besuch zu bekommen.

Für den 11. Posten ging es wieder ins Dickicht, bevor es für die letzten drei Posten zurück in Richtung Wettkampfzentrum in Traisa ging. Ein echter Wald- und Wiesensprint, der mir mit besserer Form noch mehr Spaß gemacht hätte. Dass ich die Posten mitten im Wald aber direkt fand, war gut für mein Orientierungslauf-Selbstbewusstsein. Damit fand ich, mir die Eiskugelchallenge-Eiskugeln auch wirklich verdient zu haben.

Der Überblick
Datum: So, 30. August 2026
Ort: Traisa, Deutschland
Wettkampf: OLV Eiskugelchallenge, Tag 4
Sprint 1: Luftlinie 2,6 km, 15 Posten
Zeit: 16:55 min
Sprint 2: Luftlinie 2,7 km, 14 Posten
Zeit: 22:30 min
Platz: 2.
Crew: Svenja, Jesper und Elva, OLV Steinberg
Schuhe: Adidas Adizero Evo SL / Adidas Terrex Agravic Flow 2.0
Ernährung: –
Fotos (header, Ziel und Eis): Conny

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