Was könnte es am Hochzeitstag romantischeres geben, als gemeinsam zum Orientierungslauf zu gehen? Nun, der erste Lauf der OLV-Eiskugelchallenge war nicht unser einziger Programmpunkt an unserem 13.06., dennoch bot sich der Lauf direkt vor unserer Haustür zu sehr an, als ihn tatsächlich ausfallen zu lassen. Insbesondere auch, weil für Jesper ein Kinder-OL auf dem Programm stand.
Der vermeintliche Heimvorteil
Man könnte durchaus den Eindruck bekommen, dass ich im Steinberger Wald einen Heimvorteil hätte. Ich kenne auch die Wege des Waldes einigermaßen gut, dazwischen bin ich aber meist völlig verloren. Dort sieht jeder Baum, jede Mulde und jeder Graben gleich aus. Beim Querfeldeinlaufen fehlt mir (noch) die Erfahrung, weshalb ich bereits bei der letzten Vereinsmeisterschaft an einem solchen Posten massig Zeit verlor. Auch der Heimvorteil bewahrt mich nicht davor, mich ordentlich zu verlaufen. Und wenn die Route von Jakob gelegt wird, muss man sich auf einiges einstellen.
So kam es für mich, wie es kommen musste: Bereits beim ersten der 16 Posten überlegte ich ernsthaft, kehrtzumachen und das Rennen aufzugeben. Denn zuerst war ich zu weit westlich, dann plötzlich zu weit nördlich. Immerhin konnte ich markante Wegpunkte stets sicher identifizieren, sodass ich zumindest nicht vollkommen planlos umherirrte. Schließlich war der erste Posten nach langen 11 Minuten gefunden.
Doch auch beim zweiten Posten wurde es nicht besser. Wieder verlor ich viel Zeit, bis ich endlich den richtigen Pfad und von dort aus die richtige Mulde erwischte.
Der erste Lauf der diesjährigen Eiskugelchallenge war eine klassische Mitteldistanz: 16 Posten auf 5,2 km Luftlinie mitten im Wald versteckt.
Lauf 1 war ein schwerer
Ab dem dritten Posten wurde es dann besser. Nicht gut, aber immerhin besser.
Den Wettkampfgedanken hatte ich schon abgeschrieben, ich wollte Lauf 1 der Eiskugelchallenge 2026 als Training nutzen, um zumindest in Zukunft bei ähnlichen Läufen besser dazustehen. Das klappte teilweise sogar recht gut, wenngleich noch viel Verbesserungspotential zu holen ist. Zwischen Posten fünf und sechs lief beispielsweise Julian an mir vorbei, der in Summe nur die Hälfte meiner Zeit brauchte und scheinbar auch mitten im Unterholz genau wusste, wo der nächste Posten zu finden war.
Ich war an diesem ersten Tag über jeden Posten froh, den ich stempeln konnte. Und hatte am Ende tatsächlich alle Posten abgearbeitet. Es sollte der Auftakt sein, denn gleich am morgigen Sonntag würde es mit einem Doppelsprint durch Dietzenbach weitergehen. Vielleicht habe ich dort tatsächlich einen Heimvorteil, zumindest liegt mir die Disziplin deutlich mehr. Und bei Lauf 2 gibt es nicht nur wieder einen Kinder-OL für Jesper, sondern auch Svenja ist für den Sprint gemeldet. In diesem Sinne freut sich #teamheidl auf den nächsten Teil der Eiskugelchallenge!
Der Überblick
Datum: Sa, 13. Juni 2026
Ort: Dietzenbach, Deutschland
Wettkampf: OLV Eiskugelchallenge, Tag 1
Mitteldistanz: Luftlinie 5,2 km, 40 hm, 16 Posten
Zeit: 1:06:07 h
Platz: 6.
Crew: Svenja, Jesper und Elva, OLV Steinberg
Schuhe: Adidas Terre Agravic Flow 2.0
Ernährung: –
Header-Foto: Jakob Doetsch
