Rückblick

Der etwas andere Rückblick

Das Jahr neigt sich dem Ende entgegen und alle schauen zurück. Der ein oder andere Rückblick im TV, auf Instagram, Facebook und einigen Blogs. Auch ich habe schon zurückgeblickt, allerdings traditionsgemäß nach Ende der Saison. Wer den Jahres- bzw. Saisonrückblick gerne lesen möchte, der schaue hier. Auch die letzten Jahre sind dort verlinkt.

An dieser Stelle möchte ich etwas anders in die Vergangenheit schauen: aus Sicht der Zukunft. Denn wenn etwas endet, beginnt auch etwas neues. In diesem Fall 2018. Die Ziele für das Frühjahr stehen schon fest: am Sonntagvormittag könnt ihr euch beim Silvesterlauf von mir unter 40 Minuten ziehen lassen, dann geht es über ein paar wenige Crossläufe und zwei 10er in Jügesheim zu einem hoffentlich schnellen Halbmarathon in Frankfurt, immer schon mit Blick auf den Düsseldorf Marathon am 29. April.

Wie genau aber gehe ich diese Ziele an? Hier lohnt der Rückblick. Es gilt stets, das Gute beizubehalten und das nicht-Optimale zu ersetzen bzw. zu überdenken. Die einzelnen Einheiten sind dabei das Feintuning, für wichtig erachte ich zunächst die Grobplanung. Das ist der Überblick über die einzelnen Trainingsphasen, und hier hat sich mein Ansatz bewährt – den werde ich folgendermaßen beibehalten:

Los geht es direkt mit einer Pause von drei bis vier Wochen nach dem letzten Wettkampf im Herbst. Das kann schon im Oktober oder auch erst im November sein. Jetzt ist einmal Zeit für alles andere als strukturiertes Training. Die Beine werden hochgelegt oder einfach nach Lust und Laune trainiert. Dadurch werden sowohl die physischen wie auch die mentalen Speicher wieder aufgefüllt. Der Bewegungsapparat kann sich erholen und der pure Spaß an der Bewegung wiedergefunden werden.

Und der wird dann mitgenommen in die nächste Phase. Denn die wird normalerweise relativ hart: das Gewicht ist höher und die Form schlechter. Die Form kommt aber bald zurück und es gibt keinen unerwünschten Hänger, wie wenn man im Herbst einfach ohne Pause weitertrainiert. Die ersten Wochen sind auch nur zum Wiedereinstieg gedacht, mit noch verhaltenen Umfängen aber bereits allen Spektren der Laufgeschwindigkeiten.

Ist der Trainingsrhythmus dann wieder gefunden, kommt die Struktur zurück. Jetzt gilt es so weit in Form zu kommen, dass man fit genug ist, um zum Zeitpunkt der gezielten Vorbereitung wieder bereit dafür zu sein.

Für Düsseldorf beispielsweise startet die spezifische Vorbereitung (13 Wochen: drei Blöcke à vier Wochen, wobei die letzte immer der Entlastung dient sowie eine zusätzliche in der Taperingphase am Ende) am 29. Januar. Ende November und Anfang Dezember dienten also dem Wiedereinstieg, der Dezember war schon relativ strukturiert und im Januar gilt es so weit in Form zu kommen, dass in der Marathonvorbereitung qualitativ trainiert werden kann.

Um das Ganze anschaulicher zu gestalten, habe ich mein Training der letzten beiden Jahre in einer Übersicht zusammengestellt: die Saison 2016 sowie die Saison 2017 im PDF-Format.

Nach dem Frühjahrshighlight halte ich die Pause dann kürzer, um nicht die ganze Form einzubüßen. Was mir dann guttut ist schnelles Training für Bahnrennen, aus dem ich die Grundschnelligkeit mit in die nächste Marathonvorbereitung mitnehmen kann.

So weit zum Rückblick, der viel von einer Vorausschau hat. Aber auch darum geht es ja: die Vorfreude auf ein hoffentlich global friedliches und persönlich abenteuerliches Neues Jahr. Ich wünsche euch einen guten Rutsch und freue mich über Rückmeldungen: was ich besser machen kann, was ihr anders oder auch gleich macht. Laufen hilft!

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