Herbstsonne

Hätte, hätte, Fahrradkette!

Tja, heute wäre eigentlich der erste Lauf der Jügesheimer Winterlaufserie gewesen. Über 10 km hätte ich die Form getestet, wie es nach einem Monat Training um sie bestellt ist. Das Laufen macht schon wieder Spaß, gleichzeitig ist noch einiges an Luft nach oben.

Für die Absage gab es keine Alternative, gleichzeitig stellt sich die Frage, wie die Lage Anfang Dezember aussehen wird. Realistisch betrachtet werden die Zahlen wohl kaum niedriger sein. Natürlich kann man eine Ansteckungsgefahr durch das Hygienekonzept minimieren, dennoch ist nicht abzusehen, wie die Regelungen aussehen werden und ob der zweite Durchgang wird stattfinden können. Dennoch bin ich derzeit im Training motiviert.

Im Training dennoch motiviert

Jetzt gerade ist im Training die Zeit, in der es bereits hin und wieder sehr gut läuft, dabei aber die Grundlage noch nicht für ein gleichbleibend hohes Niveau reicht. Immer wieder gibt es auch Tage, an denen die gefühlte Anstrengung noch nicht zur Leistung passt. Aber das ist okay, ich bin erst im Wiederaufbau.

Ein guter Tag war beispielsweise der virtuelle Halbmarathon am vergangenen Sonntag. Im 4er Schnitt gestartet konnte ich nach 15 km wie geplant noch deutlich zulegen und angefeuert von Svenja einen ordentlichen Tempodauerlauf zeigen. Derzeit trainiere ich unabhängig vom Wochentag in einem 1:2-Tage-Rhythmus, der mir gut gefällt: auf einen Trainingsreiz folgen zwei lockere Tage. Im letzten Trainingsbericht hatte ich die Idee bereits angedeutet, im aktuellen Pro & Kontra dann etwas genauer ausgeführt. Dadurch liegt der Fokus klar auf den Kerneinheiten, sodass die Motivation größer ist und ich nicht bereits – wie beispielsweise im Marathontraining – an die nächste Einheit denke. Gefühlt ist dadurch die Qualität höher.

Am Start des virtuellen Halbmarathons
Am Start des virtuellen Halbmarathons

Ergänzend dazu bleibt unsere IGMM bestehen: jeden Tag wird Stabi gemacht. Das gute daran ist, dass die Übungen mittlerweile deutlich mehr Spaß machen. Der aktuelle Ansatz ist dabei zum einen der Aufbau einer sehr guten Kraftausdauer, weil diese laut Canova mit der individuellen Schwelle korreliert, zum anderen auf einer ausgeprägten Rumpfstabilität und einer Kräftigung der Abduktoren für einen guten Laufstil.

Als Trainingsersatz für den ausgefallenen Wettkampf war ich heute mit Jörn am Goldberg. Zehn Runden über diesen Hügel am Anglerweiher hinter der Heusenstammer Kompostierungsanlage Richtung Obertshausen waren schon immer ein guter Formindikator. Die gute Nachricht: Nach 18’55 beim ersten Versuch Anfang Oktober hatte ich mich auf 18’05 gesteigert, heute gab es einen weiteren deutlichen Formsprung auf 17’15. Bei den anschließenden 5×2′ [90“] zersägte mich Jörn dann aber gnadenlos, da fehlte mir noch die Energie. Wie gesagt bleibt Steigerungspotential, dass es nach und nach auszuschöpfen gilt.

Wenig Lesestoff im Blog

Bedingt durch kaum Wettkämpfe war es zuletzt recht ruhig im Blog. Nun könnte ich natürlich auch theoretische Themen recherchieren und hier Vorstellen – dafür habe ich auch ganz aktuell neuen Input – der Fokus liegt derzeit aber woanders: schon immer wollte ich ein Buch schreiben, nach langer Arbeit und viel Mühe zeichnet sich jetzt die Zielgerade ab. Entsprechend motiviert arbeite ich daran. Ich hoffe, ihr freut euch darauf! Weitere Infos gibt es dann natürlich hier.

Falls die Winterlaufserie wirklich auch im Dezember ausfallen sollte, werde ich wieder eine FKT angehen, sodass auch wieder für abenteuerliche Berichte gesorgt ist. Bis dahin viel Spaß beim Laufen in der herrlichen Herbstsonne!