Den Traum im Blick

Der Traum muss leben!

2006 bin ich meinen ersten Marathon gelaufen. Das hatte ich mir ein knappes Jahr vorher mit einem Kumpel zusammen vorgenommen und zielstrebig dafür trainiert. Der Lauf selbst war eher zäh, dennoch haben sich zwei Dinge daraus ergeben. Zum einen hat uns das regelmäßige Training Spaß am Laufen gemacht, zum anderen ein großes langzeit-Ziel bzw. Traum gegeben: einmal den Marathon unter 2h30 zu laufen.

Es gab dann verschiedene Zwischenziele. Zunächst schnelle Mittelstreckenzeiten (es wurden 4’08 über die 1500 m daraus) mit dem großen Highlight, die 3000 m einmal unter 9 Minuten gelaufen zu sein. Nach und nach wurden die Strecken länger, mit schnellen 5000-m-Rennen in Koblenz, 10 km unter 33 Minuten und meinem bisher besten Halbmarathon in Berlin. Auf die Marathondistanz konnte ich die Geschwindigkeit aber bisher noch nicht umsetzen.

Seit 2013 sind die Zeiten zwar schneller geworden (von 2h55 über 2h46 zu 2h37), den Durchbruch aber gab es noch nicht. Immer wieder konnte ich aus Fehlern lernen, der Traum ist aber mehr und mehr in den Hintergrund gerückt. Für Hamburg hatte ich mir vorgenommen, vergleichsweise langsam anzugehen, um eine schnellere zweite Hälfte zu laufen. Ohne die muskulären Probleme hätte es ein toller Marathon werden können, so richtig heiß war ich im Training durch das vorsichtige Ziel aber nicht. Für große Ziele braucht es aber dieses gewisse Extra, das zusätzliche 1 %.

„The difference between ordinary and extraordinary is that little extra”

Und deshalb werde ich ab August auch wieder mit dem klaren Ziel von 2h29 ins Trainings einsteigen. Der Traum muss leben! Das mag vermessen und vielleicht sogar unrealistisch klingen, ich denke aber, dass es möglich ist. Und je nach Tagesform und Bedingungen kann dann auch die Taktik kurzfristig angepasst werden. Für einen großartigen Marathon muss aber auch im Training die Motivation bei 100 % sein.

Der Sommer als Übergang zum Traum

Eine Traum hafte Tour im Odenwald
Odenwald!

Bis zur Vorbereitung sind es aber noch einige Wochen. Bis dahin steht der Spaß im Training im Vordergrund. Mal wieder kurze und schnelle Intervalle, die nicht zum Marathontraining passen, wunderschöne Fahrradtouren wie am Sonntag mit genau demselben Kumpel, mit dem ich den ersten Marathon angegangen bin und generell das Wetter genießen statt strikt auf die größere Planung zu achten.

Und dann sehen wir mal, was die Form beim Herbstmarathon hergeben wird!