Saisonrückblick 2015

3_ErfolgeWie in den letzten Jahren will ich die Saisonpause, die bald endlich geschafft ist und die Vorbereitung auf eine neue Saison beginnen kann, dazu nutzen, auf das Läuferjahr 2015 zurückzublicken. Es war ein Jahr sowohl der Bestzeiten wie auch der endgültigen Umstellung auf die Langstrecke. Außerdem war das Jahr von schönen Erlebnissen geprägt – man fährt nicht nur zu Wettkämpfen, man reist dabei auch!

Gleichzeitig war es das dritte Jahr als mein eigener Trainer. Ich habe an einigen Stellschrauben gedreht und bin dabei dem Optimum näher gekommen. Insbesondere die Ernährung hat sich deutlich geändert. Im Gegensatz zu den letzten Jahren war der Frankfurt Marathon heuer ein guter Saisonabschluss. Für die nächste Saison nehme ich das Positive mit und ändere das, was nicht optimal war. Ganz einfach 🙂

Goldbach8_026Im letzten Winter nahm ich an zwei Laufserien Teil: Goldbach und Jügesheim. Während Goldbach als profilierter Tempodauerlauf die Form verbessern sollte, wollte ich in Jügesheim sehen, wie sich meine 10-km-Leistung über den Winter verändert. Weil ich seit 2006 mittlerweile 55 Mal in Goldbach am Start war, ließ mit der Zeit leider die Begeisterung und der Spaß nach. Auch ein Grund, warum ich in diesem Jahr an keiner Winterlaufserie teilnehmen werde. Der wichtigere: die Crossläufe kamen dadurch zu kurz.

GrazSchlecht waren die Trainingswettkämpfe dennoch nicht, denn im Januar kam die Form – langsam und stetig. Der in ein tolles Graz-Wochenende eingebettete Crosslauf von runninGraz deutete an, was in den nächsten zwei Monaten passieren würde:

Mein erster Ultra über 50 km, zu dem ich in unserer Sportabzeichengruppe überredet wurde, verlief viel besser, als ich je für möglich gehalten hätte. Ich lief entspannt los und wurde immer schneller. Ohne Einbruch, wie von selbst. Platz sechs und 3:23:57 h mit negativem Split und neuem Vereinsrekord waren ein hervorragendes Debüt.

10644621_807737025961900_5114987934851422541_oGleich eine Woche später wurde es zum ersten Mal richtig schnell. In Jügesheim konnte ich meine eigene Bestleistung von 32’52 einstellen. Auch an meinem Geburtstag, an dem die hessischen Crosslaufmeisterschaften ausgetragen wurden, konnte ich ein gutes Rennen zeigen. Alles war bereitet für den großen Frühjahrshöhepunkt, den Berliner Halbmarathon.

Ab März durfte ich dann für die Skechers Performance Division starten. Die Wettkampfschuhe kamen rechtzeitig, sodass ich diese vor Berlin noch einlaufen konnte.
In der Bundeshauptstadt lief ich dann neue Bestzeit! Um 61 Sekunden konnte ich mich im Vergleich zum Vorjahr steigern, und das, obwohl wir heftigen Gegenwind hatten. Auf die 1h11’18 bin ich immer noch stolz! Wie schon in Graz war es ein tolles (Renn)Wochenende.

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Bevor es in den Osterurlaub ging, wollte ich die gute Form noch einmal ausnutzen. Beim Jügesheimer Osterlauf waren Prämien für Streckenrekorde ausgelobt. Mit einem Sololauf konnte ich nicht nur an alte Kindheitserinnerungen anknüpfen, sondern auch einen – meinen (nach Schaafheim 2013) erst zweiten – offiziellen Streckenrekord über 25 km aufstellen. Nach 1h28’23 war der Urlaub wohl verdient!

Wie in den letzten Jahren wollte ich auch 2015 wieder über den Sommer auf der Bahn angreifen und nahm auch wieder an den hessischen Meisterschaften teil. Aber es gab Wichtigeres, und so rückten die schnellen Zeiten auf der Bahn immer weiter in den Hintergrund. Nicht allzu bald machte ich einen Strich unter die Bahnsaison und konzentrierte mich voll und ganz auf die Marathonvorbereitung.

FfMarathonEine gute Entscheidung! Denn obwohl ich durch eine Verletzung kurzfristig ausgeschaltet wurde, trat ich in Frankfurt mit der bis dato besten Marathonform meines Lebens an. Die letzten sieben Kilometer waren hart, aber 2h37’37 bedeuteten eine deutliche Steigerung und wieder neue persönliche Bestleistung.

Damit ist sie auch schon wieder Geschichte, die Laufsaison 2015. Es war ein schönes Jahr! Vielen Dank an alle, die mich begleitet haben. Voller Tatendrang stehen neue Pläne an. Auf dass auch 2016 Laufen wieder helfen möge!

2 Kommentare

  1. Mensch, Markus, was für ein geniales Laufjahr! Die Zeiten verschlagen einem „Normalläufer“ wie mir natürlich den Atem, aber ein Jahr mit so vielen konstant guten Leistungen ist auch für die „Schnellen“ nicht selbstverständlich. Glückwunsch noch einmal, und ich drücke dir die Daumen, dass du an diese tolle Form auch 2016 anknüpfen kannst!

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